Bibliothek

Inspirierendes zum Hören, Sehen und Lesen

 

Gedichte & Texte zum Lernen und Lieben

 

Ich bin absolut fasziniert davon, wie wir auf allen Ebenen, körperlich, mit Gedanken und Gefühlen, uns für innere Freiheit entscheiden können. Lösung zulassen und entdecken können, das alles besser funktioniert wenn ich mir meiner Antrengung bewußt werde, die damit verbundenen Ängste riskiere und dem von allein stattfindenden Leben die Führung überlasse. 

Schmerzen weichen, Liebe und Stille wird fühlbar, und das Leben offenbart Sinn, Freude und Verbundenheit. In solchen Momenten schenkt uns das Leben Inspirationen - wir brauchen nur den Mut dazu zu stehen und sie in die Welt fließen zu lassen. Sie wird zum Geschenk für die Mitmenschen für die das kostbar ist - all die die das nicht so sehen, sind nur eine Herausforderung unsere Liebe wachsen zu lassen und unabhängiger verbunden zu sein. 

Solch ein Moment gab mir diese Worte im wundervollen botanischen Garten von Andalusien.

 

Du wunderbares Leben

 

Du wunderbarer Augenblick, sei doch noch ein Weilchen.
Ich bin so gern von all dem hier, ein wohlig staunend Teilchen.
Ein geliebtes, ein verwebtes, ohne Tun und Rennen.
Genauso bin ich wohl gemeint, will alles mich erkennen.
Jeder hat sein Leben, und alles Leben seines.
Und wo sie sich erkennen - Eines.

 

 

 

Noch chaotisch und ungeordnet und - vollendet, Mit doppelten Ansätzen und Schreibarten :

Teile des entstehenden Buches LeiSee - Arbeitsbuch zur Selbstbefreiung in 5 Teilen.

 

Vielleicht spannend und befreiend für den Ein oder Anderen. Auch wenn unvollständig schon mal eine Inspiration zu mehr Freiheit und Lebendigkeit. Gebt mit gerne Rückmeldung über Gelungenes oder Unverständliches. Und nein - formell ist es noch nicht bearbeitet :)

 

 

Der Kurs ist genau richtig für Dich, wenn…
• Du davon überzeugt bist, dass Du ein Leben lang lernen
kannst/willst
• Du spürst, dass Deine Gesundheit und Dein Körper durch
Deine Gefühle und Gedanken beeinflusst wird
• Du offen für Lösungen bist, die nicht nur das Symptom
bekämpfen
• Du bereit bist in Frage zu stellen, was Du bisher
geglaubt hast
• Du den Mut hast neue Wege auszuprobieren
• Und Du eine tiefe Sehnsucht nach einem authentischeren
und an Deinem Herzen ausgerichtetem Leben verspürst
Was ist das Ziel des Kurses?
Der Kurs vermittelt Dir Lösungsschritte für ganz alltägliche
Probleme und die Basis für den Zugang zur Deiner persönlichen
Spiritualität.
Dabei verstehen wir Spiritualität als grundloses Empfinden der
Schönheit des Lebens und der eigenen Existenz.
Die natürliche Anwesenheit von Mitgefühl, bzw. Liebe für Dich
und andere Menschen sowie die Ausrichtung des Lebens nach den
Erkenntnissen Deines eigenen Herzens.
Seit über 20 Jahren begleiten ich (Georg) und von mir
ausgebildete Berater (z.B. Philipp) jetzt Menschen in
schwierigen Situationen. Ob Beziehungsprobleme, Stress bei der
Arbeit, Druck in allen Facetten, das Eltern sein, das
bewältigen krisenhafter Lebenssituationen oder „einfach“ den
Umgang mit Gefühlen wie Einsamkeit, Trauer, Wut,
Hilflosigkeit, Kraftlosigkeit oder z.B. Rastlosigkeit.
Menschen aller gesellschaftlichen Schichten und mit
unterschiedlichsten Problemlagen haben mit dieser Begleitung
Hilfe und Lösung gefunden.
Kommentar:
„Bevor ich zu Georg kam, habe ich viele Jahre nach „der einen
Lösung“ gesucht, nach einem Weg wie ich endlich mal wirklich
zufrieden sein kann. Diese tief in mir schlummernde Sehnsucht
hat sich nun aufgelöst, denn ich habe mittlerweile verstanden,
dass ich die wichtigen Antworten nur in mir finden kann. Und
genau darum geht es. Alles was Du wirklich brauchst ist
bereits in Dir. Es ist nur schwierig alleine darauf zu kommen,
wie Du die Antworten findest und wie das im alltäglichen Leben
funktionieren kann. Genau dabei wird der Kurs Dir
helfen.“ (Philipp)


Der Basiskurs
Wie entstehen Probleme und wie kannst Du sie lösen?
Jeder Mensch hat in sich so etwas wie ein grundloses
Gefühl innerlich gehalten zu sein. Eine innere Stärke auch
schwierige Situationen gut durchleben zu können und ein Gefühl
dafür was für Dich gut und richtig ist.
Einen „Wert“ der unabhängig davon ist was Du tust oder
leistest. Ein Wert der auch da ist wenn sich andere Dir
gegenüber kritisch oder ablehnend verhalten. Dies ist die
Grundlage für die Entwicklung von Mitgefühl (oder Liebe für
Dich und andere), das nah ist ohne alles gut zu heißen und
auch deutliche Kritik äußern kann, aber ohne dass Du Dich
dabei getrennt oder irgendwie schlecht fühlen musst.
All das ist natürlich und bei jedem Menschen vorhanden. Und
wir sind uns sicher, dass auch tief in Dir so ein Gefühl
vorhanden ist.
Der Kurs dient dazu Dir zu helfen diese grundlegenden Aspekte
menschlichen Seins zu entdecken und mehr in Dein Leben zu
bringen.


Ideen über uns selbst
Im Laufe des Lebens sammeln wir Ideen über die Welt und uns
selbst:
• „Ich bin….“ (stark, schwach, offen, verschlossen,
ehrgeizig, gelassen usw.)
• „Wenn XY passiert, dann…“ (bin ich gekränkt, enttäuscht,
wütend, nicht gewertschätzt usw. )
• „Man macht XY so…,oder man muss…“ und so weiter.
Einige Ideen sind uns bewusst und wir glauben und handeln
danach. Auch wen diese Gedanken über uns und die Welt nicht in
jeder Situation real und hilfreich sind. Andere Ideen sind
unbewusst und bestimmen unser Handeln und Fühlen. Bestimmte
Situationen aktivieren diese unbewussten „Muster“ und wir
reagieren automatisch.
Die „guten" Ideen werden gerne von uns verteidigt (z.B. die
Idee „Ich bin kompetent“) und gegen die schlechten wehren wir
uns (z.B. „Ich kriege das nicht hin“). Vieles davon tun wir
mehr oder weniger unbewusst.
Dieses innere mit uns selbst ringen, fühlt sich für viele
Menschen wie ein Kampf an.
Kampf bedeutet für uns erst einmal Spannung. Solch eine
Anspannung hat zur Folge, dass das Gehirn aktiver wird und wir
weniger vom Körper fühlen. Dafür mehr von den Folgen der An-/
Spannung: Angst, Unwohlsein, Aggression, Stress. Im Körper
existiert gleichzeitig häufig ein Gefühl von Druck oder
zusammenziehen.
Je länger das anhält, desto grauer und dumpfer wird unsere
Wahrnehmung. Die Folge ist weniger Schmerz aber auch keine
echte Freude mehr.
Es bedeutet, dass das natürliche Feld von Gelassenheit und das
Gefühl des getragen sein unter der Spannung nicht mehr fühlbar
ist. Wie Vogelgezwitscher an einer Autobahn. Es ist noch da,
aber wahrnehmen kann man es nicht mehr.
Und da wir ja im Grunde gegen unsere eigenen Gedanken und
Bilder kämpfen, entsteht eine innere Zerrissenheit,
Gedankenkreisen das uns oft genug den Schlaf raubt und uns
wenig von den schönen Augenblicken mitbekommen lässt, die uns
eigentlich umgeben.
Außerdem wird Verdrängtes meist stärker. Wie ein Ball den man
unter Wasser drückt. Je mehr ich ihn wegdrücke, desto mehr
Kraft brauche ich. Das erschöpft auf Dauer. Und gemäß dem
chinesischen Gedanken von Gesundheit, reagiert der Körper auf
dauerhafte (An-)Spannung irgendwann mit einer Störung.
Verschiedene Krankheitsbilder können entstehen.
Im äußeren Verhalten gibt es dafür also keine echte Lösung.
Trage ich den Gedanken „ich bin nicht liebenswert“ in mir,
versucht der Verstand also einerseits besonders viel Lob zu
bekommen, andererseits Kritik zu vermeiden. Oder, in der
rebellischen Variante, so zu tun als wäre ihm alles egal. Dann
provoziert er besonders häufig Ablehnung gegenüber anderen
Menschen. Menschliche Gesellschaft wird dann auch häufig als
anstrengend empfunden. Es gibt dann in Beziehungen oft nur
Angriff oder Rückzug, keine Natürlichkeit. In der leichten
Variante merke ich das vielleicht an leichter Unruhe oder
Erleichterung wenn keiner mehr da ist.
In stärkerer Ausprägung bis hin zu Verlassenheitsängsten und
Panik (z.B. der nach Anerkennung suchende Mensch). Auch echte
Nähe wird dann schwierig. Wer nicht glaubt, dass er
liebenswert ist, wird schnell wütend auf den Anderen, hat
Angst das dieser geht oder ist unsicher bei Nähe.
Kennst Du solche Reaktionen/Gedanken von Dir?
Diese Reaktionen sind natürlich anstrengend, weil ich mich
nicht mehr natürlich verhalte und meine Gefühle einfach da
sein lasse (mir erlaube), sondern „angreife“, auf Rückzug
schalte oder alles hinnehme um nicht abgelehnt zu werden. Da
ist so etwas wie ein inneres „Ich muss was tun!!!“. Die Unruhe
sucht nach einer Lösung im eigenen Verhalten oder Außenwelt
die es nicht gibt.
Ich bin also ständig damit beschäftigt auszuweichen oder
anzugreifen, obwohl ich dem Gedanke nicht entkommen kann.
Ich spüre ihn höchstens nicht mehr, wenn z.B. gerade
kein Mensch anwesend ist.
Ist ein Mensch also gelassener im Umgang mit Kritik, bedeutet
das ganz einfach, das er weniger glaubt mit ihm sei etwas
falsch.
Das eigentliche Unwohlsein ist kein natürliches Gefühl,
sondern die Folge der kämpfenden Reaktion auf einen Gedanken,
bzw. eine Erinnerung.
Natürliche Gefühle verändern sich, der Kampf widerholt sich,
bis die Erfahrung irgendwann verarbeitet ist. Ansonsten wird
die Erinnerung immer wieder reaktiviert und führt zu ähnlichen
Gedanken und Verhaltensmustern.
Würde ich nicht glauben das ich wenig liebenswert bin, wäre
der Abschied von einem geliebten Menschen eine Zeit lang
traurig, mehr aber nicht. Leiden, Verlassenheit und Ähnliches
entstehen erst durch den Kampf mit diesem oder anderen
Gedanken.
Kommentar:
„Mein Gedanke war immer, dass ich keine anderen Menschen
brauche. Gleichzeitig hatte ich bis zu meinem 30sten
Lebensjahr keine Paarbeziehung die länger als ein Jahr
gedauert hat. Aber davon hatte ich so einige. Ich konnte die
Nähe einfach nicht ertragen. Schuld waren natürlich immer die
anderen. Und trotzdem habe ich regelmäßig nach einer neuen,
perfekten Partnerin gesucht. Denn auch ich hatte tief in mir
den Wunsch mich in Anwesenheit einer Partnerin geliebt fühlen
zu dürfen. Es hat jedoch länger gedauert zu merken, dass das
nichts mit meiner Partnerin zu tun hat.“ (Philipp)
Wie löse ich aber nun einen solchen inneren Glaubenssatz?
Ein Gedanke hört auf, wenn Du nicht auf ihn reagierst.
Ansonsten tut er weh, macht traurig oder z.B. wütend. Er löst
also Gefühle aus. Diese Reaktionen sind die Verarbeitung
der Tatsache, dass Du (an) diesen Gedanken glaubst.
Wie ein eingeschlafenes Bein, das wehtut wenn Du es
streckst. Sitzenbleiben ist da ja auch keine schlaue Option.
Diese Gefühle verändern sich mit der Zeit und die Ruhe
und Gewissheit des ursprünglichen Raumes in uns wird wieder
spürbar. Die Ausgangssituation ist nicht mehr bedrohlich, ich
weiß von innen heraus das mit mir alles in Ordnung ist und
kann Andere mit ihrem Verhalten respektieren oder gelassen
kritisieren. Der Gedanke führt nicht mehr zu Gefühlen oder
Handlungen. Und schon in dem Moment wo ich meine Berührung mit
der Bedrohung zulasse, tritt gleichzeitig eine
spürbare Verminderung der Anstrengung ein und eine innere Art
von Freundlichkeit wird spürbar.
Wenn der Verstand nicht mehr kämpft finden die Gefühle in
einer freundlichen und gelassenen Atmosphäre statt. Selbst
wenn die Gefühle selber noch stark sind, sind diese nicht mehr
bedrohlich.
Mit der Zeit kannst Du immer früher diese Zusammenhänge sehen.
Umfasst Dein Bewusstsein bereits den Gedanken als Reaktion,
werden auch keine Gefühle mehr ausgelöst. Du siehst in der
Ruhe des Gewahr seins, das dort ein Gedanke ist. Dieser
Gedanke verschwindet dann wieder von selbst.
In der Zusammenfassung:
Du lernst im Kurs:
1. …die Anzeichen Deines inneren Kampfes zu erkennen.
2. …mit diesem Gefühl stehenbleiben anstatt zu reagieren.
3. …das Gefühl körperlich zu verorten und zu fühlen. Fühlen
bedeutet Deine automatische Reaktion (Muster) zu stoppen
und die Berührung des Gefühls durch den Gedanken
zuzulassen.
4. ….so lange damit stehen zu bleiben, bis Du Dir das Gefühl
erlauben kannst, dann spürbare Weite in Dir eintritt und
sich die Bedrohung auflöst.
5. …Situationen neu wahrzunehmen und entsprechend anders zu
handeln. Authentisch aus Dir heraus zu handeln.
Kommentar:
„Der Ansatz von Georg ist erst Mal ganz einfach: Lerne Deine
Gefühle zu spüren und Dich selbst genug zu mögen, dass Du sie
Dir auch erlauben kannst. Dann wird Dein Leben schlagartig
viel entspannter.
Die Umsetzung im realen Leben braucht jedoch schon etwas
Übung. Es ist halt ein Weg, aber einer den ich nie bereut
habe, ganz im Gegenteil. In meiner Familie gab es z.B. keine
Traurigkeit. Ich habe mich in solchen Momenten immer nur
unwohl gefühlt. Ich habe dann durch Ablenkung versucht meinen
inneren Kampf nicht zu spüren, ihn irgendwie verschwinden zu
lassen. Das hat natürlich nicht geklappt. Ich bin zwar nicht
häufig traurig, aber wenn ich es mir erlaube, ist es immer
sehr erleichternd. Danach bin ich im Regelfall viel
entspannter und trete der Welt ganz anders entgegen. (Philipp)
Ein Praxis-Beispiel:
Die Situation:
Jemand guckt Dich kritisch an und löst bei Dir Unwohlsein
aus.
Was passiert sozusagen mikroskopisch?
Das erste ist ein Gedanke: „Mit mir stimmt irgendetwas nicht,
ich habe etwas falsch gemacht“. Dagegen zieht sich Dein Körper
regelrecht zusammen und Dein Verstand sucht nach Lösungen (wie
kann ich den anderen dazu bringen mich zu mögen, wie schütze
ich mich, wie wehre ich mich etc.).
Spürbar werden wahrscheinlich Gefühle wie Unruhe, Wut oder
Angst. Verhält sich diese Person dann zudem abfällig, kann es
sein das sich der Verstand noch Tage lang damit beschäftigt.
Er konstruiert Phantasien wie Du denjenigen demütigen kannst
oder Dich vielleicht heldenhaft dagegen wehrst etc.. Es
entsteht das sogenannte Gedankenkreisen.
Weitere Verdrängung bringt irgendwann z.B. Schlafprobleme,
stärker und häufiger werdende Schuldgefühle oder körperliche
Symptome wie Magenschmerzen (weil die körperliche Spannung
nicht weniger wird, sich sonst verfestigt, bzw. mehr wird).
Kennst Du solche Situationen auch?

Wie sieht die Lösung aus?
Du nimmst z.B. das Gedankenkreisen und die Unruhe wahr. Du
hörst auf, das verändern zu wollen, sondern beobachtest sie
aus einer möglichst neugierigen Haltung heraus und erkennst
worum die Gedanken kreisen, bzw. wogegen die Gedanken sich
wehren. Im Beispiel um die Frage „Warum hat der andere mich
kritisiert?“ oder gegen die Tatsache, dass Dich jemand
überhaupt kritisiert hat.
1. Das akzeptiere ich als Realität. Das heißt: innerlich
damit stehenbleiben „Tatsächlich, ich werde kritisiert“.
2. Die Berührung mit dieser Tatsache im Körper spüren (die
reale Bewegung, also z.B. das Zusammenziehen im Magen.)
3. Lass diese reale innere Bewegung zu. Gib der
Bewegungsrichtung dieser Kräfte auf allen Ebenen nach.
Körperlich aber auch emotional (z.B. Trauer oder Wut).
Hier könnte es ein Schmerz in der Herzgegend sein. Wenn
Du Dich gar nicht gegen das wehrst, was in diesem Moment
passiert, entsteht normalerweise etwas Friedliches in
Dir. Vielleicht bist Du Traurig, aber es fühlt sich dann
ok an und es ist kein Kampf mehr vorhanden. Die
Anstrengung endet.
Klappt noch nicht?
4. Manchmal ist das schwierig, weil ein anderer Teil in Dir
sich gegen ein Gefühl wehrt, was mit der Situation
zusammenhängt (z.B. „Ich darf nicht traurig sein“.) Wenn
Du das bemerkst, dann spüre die Stelle in Deinem Körper,
die Kraft, die noch dagegen kämpft. Zum Beispiel eine
Spannung im Hals, im Magen, nicht selten auch im Kopf.
5. Dann lasse diese Kraft wirken (gib wieder der inneren
realen Bewegung nach, bzw. beobachte wohin diese Kraft
will). Manchmal ist es auch wichtig dieser
„Widerstandskraft“ einen Ausdruck als Zeichen
der Anerkennung zu geben. Dir zum Beispiel zu erlauben
Deinem Ärger darüber, dass Du die Behandlung des anderen
nicht akzeptieren willst mit einem lauten Schrei Luft zu
machen.
6. Lösen sich die Symptome des Kampfes, wende ich mich
wieder der Berührung mit der Ausgangssituation zu
„Tatsächlich, ich werde kritisiert“. , und lasse diese
wirken (auf körperlicher Ebene und z.B. in Kombination
mit Traurigkeit), bis die Bedrohlichkeit verschwunden ist
und die innerliche Weite und Ruhe deutlich wahrnehmbar
ist.
Kommentar:
„Je nach Typ und Mensch, fällt Georgs Ansatz dem einen
leichter, dem anderen schwerer. Grundsätzlich bedarf es jedoch
mehrerer Kompetenzen, damit es immer leichter von der Hand
gehen kann. Eine davon ist die „Achtsamkeit“, die Fähigkeit
Dich selbst und den eigenen Körper möglichst neutral bzw.
freundlich beobachten zu können. Viele Menschen üben sich
dafür z.B. in Meditation. Grundsätzlich kann ich aber sagen,
dass es mit jedem Zulassen, jeder Situation wo es klappt immer
ein Stückchen leichter wird.“ (Philipp)
Ziele des Kurses – Die grundlegende Gesetzmäßigkeiten
Sehen wir uns die die Ziele dieses Kurses also mal im Sinne
dieser Gesetzmäßigkeiten an. Hierbei handelt es sich z.B. um
Selbstermächtigung, Selbstentfaltung, Gelassenheit, Leben im
„Hier und Jetzt“, und die Fähigkeit dem inneren Kompass zu
folgen. Ziel ist es, dass Du diese Aspekte mehr leben kannst,
anstatt von Deinen Bedürfnissen und Neigungen hin und her
geworfen zu werden.
Aber wie soll das funktionieren?
„Natürlich“ entstehende Gefühle sind immer von Lebendigkeit,
und einer spürbaren Gelassenheit, sowie dem Nachlassen von
Anstrengung begleitet und geprägt.
Durch den Kopf „erzeugte“ Gefühle haben häufig einen
anstrengenden, verkrampften Charakter.
Ziel ist es also Entscheidungen und Handlungen an den
natürlichen Gefühlen und Gedanken auszurichten, damit Dein
Leben grundsätzlich friedlicher und stimmiger wird.

Was bedeutet dann Selbstermächtigung?
Selbstermächtigung bedeutet, dass Du bewusst wahrnimmst was Du
eigentlich meinst, möchtest, danach handelst und das auch
äußern kannst.
Bei „erzeugten“ Gefühlen ist es aber so: Da Du es z.B. nicht
aushältst Einsamkeit zu erleben, fühlt sich ein Wechsel in
eine andere Stadt für einen tollen Beruf (den Du WIRKLICH
möchtest) plötzlich bedrohlich an und Dein Verstand sagt „Das
will ich nicht“ oder Du bist zumindest innerlich zerrissen.
Selbstermächtigung bedeutet also ein starkes, gelassenes
Bewusstsein, in dem sich die Gedanken und Gefühle der
Einsamkeit und der damit verbundenen Erfahrungen bewegen
können, ohne das der eigentlich Wunsch in Frage gestellt oder
sogar unbewusst (verdrängt) wird. Ich kann sozusagen die
Aufregung der Angst spüren, sie mitnehmen und gleichzeitig
dahin gehen wo ich hin möchte.
Lassen wir Inneres (die Gefühle, Gedanken, etc.) so fließen
wie es auf natürlicher weise passieren würde, beenden den
inneren Kampf gegen uns (immer uns, warum werden wir noch
sehen im Laufe des Kurses), hören auch die Spannungen auf, die
der Kampf verursacht und das natürliche Bewusstsein wird
wieder spürbar - Leichtigkeit, gelassene Freude etc. . Je mehr
wir das „Reale“ in uns leben, desto mehr ist das Leben von
einem tatsächlichen Gefühl von Fluss, Leichtigkeit und
Lebendigkeit begleitet.
Selbstentfaltung ist also die spürbare Ausbreitung innerer
Weite und seelischer Lebendigkeit sowie die zunehmende
Leichtigkeit im Leben, weil ich die Grundlosigkeit und
Einzigartigkeit meiner Eigenarten anerkenne und sie dort lebe
wo sie gebraucht und gewollt werden.
Oft genug kämpfen wir gegen Dinge die unvermeidbar und
wirklich real sind: Das Menschen gehen oder sie sich anders
verhalten als wir wollen. Das wir Gefühle haben die scheinbar
oder wirklich nicht schön sind, das wir Fehler machen, und so
weiter.
Gelassenheit ist genau das wonach es klingt. Ich lasse etwas
los, was ich gegen das Leben unternehme und was mit inneren
Spannungen verbunden ist. Stattdessen lasse ich zu, was
offensichtlich wirklich real ist (z.B. das Ende einer
Partnerschaft) und lasse eine Berührung in mir damit zu. Das
Ergebnis ist ein inneres Gefühl von Ruhe und Unzerrissenheit.
Gelassenheit ist die Möglichkeit zu sein, stehenzubleiben
und Verantwortung für unsere Gedanken und Taten zu übernehmen.
Ich kann Menschen und Tatsachen mit Respekt, Klarheit und
Mitgefühl begegnen.
In dieser Gelassenheit löst sich auch die Bedrohlichkeit alter
Erinnerungen und die beängstigenden Möglichkeiten der Zukunft
auf. Da die Äußeren Möglichkeiten nicht mehr bekämpft werden
müssen, hört auch die innere Beschäftigung damit auf. Ich
realisiere wirklich, dass mein Partner/ meine Partnerin weg
ist und dann hört das Gedankenkreisen auf, bzw. vielleicht bin
ich z.B. immer mal wieder unangestrengt traurig.
Nicht das wir leichtsinnig oder stumpf sind: Die Dinge werden
nur bearbeitet und darauf reagiert wenn sie wirklich da sind.
Stärke ist ein Gewahrsein das Gelassenheit hat mit allem was
tatsächlich passiert und den Berührungen die menschlich sind.
Hier und jetzt bedeutet dass ich das Leben, das JETZT
stattfindet, spüre, erlebe und ungeteilt und authentisch daran
teilhabe. Freude und Trauer sind intensive und lebendige Teile
die den Wert des Lebens begleiten.

Und zu guter Letzt Entscheidungen und Intuition. Wie schon an
dem Beispiel mit dem Studienort gezeigt, führen Abneigungen
und Neigungen allzu oft zur Vermeidung von etwas was wir
eigentlich wollen, oder Angst vor Ablehnung dazu, das wir
etwas tun was wir nicht wollen. Vielleicht verlieren wir uns
auch in für und wieder, weil wir Angst davor haben
einen Fehler zu machen. Je mehr Gelassenheit entsteht, desto
leichter können wir auch zu unseren (ehrlichen) eigentlichen
Zielen und Eigenarten (manchmal auch Macken ;) stehen.
Der innere Kompass ist der ursprüngliche unbegründbare Wille
und das Wissen, das darauf beruht das jeder eine liebenswerte,
gewollte und einzigartige Möglichkeit in diesem Leben ist.
Solange wir uns der Reaktionen in uns auf die Welt bewusst
sind, können wir die Richtung des Kompass halten. Unsere
ehrlichen Wünsche und unser Ausdruck (z.B. sich den Menschen
authentisch zu zeigen) bleibt zugänglich.
Die Kraft diesen Weg zu gehen entsteht ganz natürlich aus der
Kraft des gelassenen Gewahrseins.
 

Ein weiterer Anfang - schon etwas älter

 

Vorwort
Sieht man die Vielzahl der spirituellen Literatur dieser Tage, dann darf man sich glücklich schätzen, wie leicht zugänglich solch kostbare Lebenshilfe heutzutage ist. Andererseits erhöht das alleine nicht gerade die Verständlichkeit der Materie oder gar die Möglichkeit sich Selbstverantwortlich auf den Weg zu begeben zu einem Leben voller Geborgenheit , Sinn, Freude und Wert.
All diese inneren Kostbarkeiten, sind die Begleiter eines Lebens in Übereinstimmung mit diesem unermeßlichen Reichtum des Augenblicks, der getragen wird von innerer Anwesenheit und der Übereinstimmung dessen was wir denken, fühlen, sagen und tun.
Diese Fülle nenne ich gerne Gott und fühle mich einem Verständnis zugetan, das bei den Mystikern und auch an vielen Stellen der Bibel, richtig gelesen, immer wieder durchscheint.
 Diesen Weg aufzuzeigen, sich augenblicklich aufmachen zu können und immer wieder tief anzukommen auf dem Pfad des Lebens – dazu soll dieses Buch dienen.  Zusätzlich soll es vor allem eines sein – verständlich. Schritt für Schritt wird aufgezeigt wie wir jederzeit wieder Zugang finden zum inneren Tor und auf welche Weise wir bisher und immer wieder selbst den Schlüssel wegwerfen dafür. Denn die Fülle ist immer anwesend, durchzieht alles mir seiner Süße, daß wir daran nicht teilhaben liegt einzig und alleine daran daß wir nicht wissen wie, oder aber es nicht wollen (die Konsequenzen der Wirklichkeit sind auf den ersten Blick nicht immer angenehm, was man aber gewinnt ist kostbarer als alles was vorstellbar ist). Warum und auf welche Weise wir das Sein abwehren, ist zutiefst menschlich und verständlich und sind wir in der Lage dafür Verantwortung zu übernehmen und neue Schritte einzuleiten, belohnt einen das Leben mit wiedergewonnener Einheit und Unschuld.
Mißverständnisse der spirituellen und psychologischen Pfade auf dem Weg zur Einheit sollen geklärt werden und die Regeln des wahren Lebens helfen, zu innerem Verständnis zu gelangen und Orientierung zu bieten um seine Landkarte zu lesen und nötigenfalls umzuschreiben.
Der Aufbau des Buches und ein großer Teil der Inhalte beschreiben den Weg wie ich ihn praktisch in Jahresgruppen mit den Teilnehmern beschreite.  Dazu beschreibe ich die Theorie des jeweiligen Abschnittes, beschreibe einige Beispielprozesse und im folgenden Praxisabschnitt gebe ich Ihnen dann Übungen und Abläufe an die Hand, mit denen Ihre Reise in die wahre Welt beginnen kann.  Natürlich kann ein Buch nicht die Fülle an möglichen Erkenntnissen und die Erfahrung bieten, die im Laufe von zwei Jahren auf einem gemeinsamen Seminar entstehen, aber es bietet alles was man an Wissen braucht um sich auf den Weg zu machen. Und wer die nötige Begeisterung und Offenheit besitzt, kann sicherlich tiefgreifende Erlebnisse und Wandlungen erfahren und der Verbundenheit allen Lebens neu begegnen.  

Grundtheorie

„Die Noten steigen in die warme Abendluft, durch ein antikes Viereck- wie es stilvoller für ein Konzert nicht sein kann- in den wolkenlosen Himmel. Jede Wand birgt in sich die jahrhunderte und trotz den Zeichen des verfalls wirkt alles schön und authentisch, als würde es weniger mit einer zu genauen Restaurierung. Über dem Podest mit den beiden Flügeln ein Wehrgang mit Zinnen und in einem kleinen mauervorsprung – wie ein komischer Aufmerksamkeitspunkt – eine Taube die ahnen läßt wie es wäre, wen sie dem Pianisten mitten in die Läufe kackt und sich dann quasi als Monument der Un-Ernsthaftigkeit in die Lüfte erhebt. Ich fühle die Läufe und Folgen, die Gefühle und das Weben de rTöne in mir und die absolute Aufmerksamkeit, das Fühlen und staunen, läßt Tränen der Freude in mir aufsteigen. Dann – wie ein geist – schleichen sich Gedanken und träume in das Spiel. Ich als großer Pianist – Gefühle aus dem Klavier zaubernd wie fühlbare Musik, jede rTon eine träne-ein Lachen-Glückseeligkeit (wieso sind es immer die Zuschauer die man braucht in solchjen Träumen). Und als ich wieder den Tönen lausche macht sich schmerzhaft die Lücke bemerkbar die meine Gedanken in die Tonfolge gerissen haben. Zeit ist verstichen und raubte mir seeliges Da-Sein für diese Bilder. Glücklicherweise kann ich wieder eintauchen in diesen zeitlosen Verbund – als leuchte die Luft um mich und in mir und geschehe alles und nichts zu gleich. Lachen perlt in mir auf glückseelig und aus voller seele. Dankbar und warm und namenlos. Wie Löcher in einem Regenbogen sind die gedanken die sich einschieben und ein geschenk Abende wie dieser in dem es so selten und bewußt geschieht das den ganzen Abend noch Bilder und Worte aus der seele quellen, göttlicher Ausdruck dieser All-Verbundenheit“.
Momente, Tage, Wochen wie diese waren sind es, die mich antrieben zu forschen, zu erproben und zu suchen nach den Regeln dieser Verbundenheit und wie sie besser und verständlicher zu vermitteln sind.  Und mich haben nach Hause kommen lassen in einer Arbeit, die alles beinhaltet was ich mit den Jahren erleben, lernen und erfahren durfte.  

Grundsätzlich sind wir jeden Moment aufgehoben in der Urmaterie die alles Leben bildet (Gott, das Feld usw). Physik und Mystik beschreiben das gleiche Phänomen: Die Erschaffung allen Lebens aus dem unerklärbaren, wunderbaren Nichts – dem unendlichen Wert , Gott.
Das bedeutet, das auch in allem was geschieht, erlebt wird, Gott spürbar vorhanden ist. Wenn das so ist, stellt sich jetzt natürlich die Frage, wo dann das viele Leid herkommt.
Außer der Form des direkten Erlebens, gibt es eine Welt die sozusagen selbstgeformt entsteht und aus Vorstellungen, Meinungen, Richtlinien, Selbstbildern und unterdrückten Gefühlen uä besteht, uns von der wahren Welt entfernt und uns Dinge tun, sagen und verfolgen läßt, die eigentlich nicht aus uns entspringen sondern das Abbild des inneren Kampfes sind.  Dieser Vorstellungs-Welt entspringt jedes Leid.  
Nochmal etwas anders: Das Leben ist wie ein Raum in dem sich unsere Gefühle und die anderen Wahr-Nehmungen frei bewegen können, und dieser Raum hat eine Qualität von Geborgenheit, Liebe, Frieden und ähnlichen Qualitäten. In ihm fühlt man sich mit allem was passiert geborgen und lebendig. Sobald Gefühle oder Wahrheiten  unterdrückt werden, sich nicht bewegen dürfen, müssen wir uns anspannen, das Denken wird als Ersatz immer aktiver und die innere Lebendigkeit geht verloren: Wenn „negative“ Gefühle (und schon das ist etwas gelerntes, eine Vorstellung, denn Trauer ist erlebt einfach nur ein warmes weiches schmelzen, nicht mehr oder weniger wunderbar als Freude) sich nicht mehr bewegen dürfen, sind die positiven auch nicht oder nur noch dumpf durch den Nebel der Anspannung spürbar.
Lassen wir uns daß noch mal auf der Zunge zergehen: Aus dem Ursprung ensteht immer nur Dinge die seinem Wesen entsprechen: Leben in Fülle.
Leid entspringt immer nur den eigenen Vorstellungen – wo immer die auch manchmal herkommen mögen.
Diese inneren Vorstellungen sind sehr mannigfaltig, doch jetzt erst mal ein Beispiel anhand dessen man die Dinge besser verstehen kann.
Sagen wir mal jemand hat sich ein inneres Bild geschaffen das sagt „ich bin nicht liebenswert“. Ein Bild das mit Schmerz besetzt ist und ev an bestimmten Erlebnissen festgemacht wird, denn wie sollte jemand sein, der per se nicht liebenswert ist?
Das dieses Bild überhaupt entstanden ist, bedeutet etwas wurde nicht einfach erlebt, sondern daraus ein Bild gebastelt (eben jener Satz ich bin xxx) und das Erleben verdrängt.
 Diese Bild beginnt das Verhalten zu bestimmen: Um doch irgendwie liebenswert zu werden(wie absurd, wo wir doch bereits Kinder dieser eine Liebe sind) versucht  man nun sich entweder sehr anzustrengen um Liebe und Anerkennung zu bekommen (man tut also auch Dinge die man eigentlich nicht möchte oder seinem Wesen nicht entsprechen) ODER begibt sich in eine innere Protesthaltung, weil man ja eh nicht liebenswert ist und tut also aus Trotz das nicht was verlangt wird egal ob es das ist was man will und ist oder nicht. Beides bedeutet eine innere Frustration und Kampf und die innere Fülle und Eigenständigkeit wird ersetzt mit von außen bestimmten Verhalten. Diese Bilder sind oft sehr unbewußt und haben weitreichende Folgen auf allen Ebenen des Lebens.
 Man fühlt Anstrengung schon bei den kleinsten Anforderungen, fühlt sich immer Unwohl auf Partys, das Gefühl für die Sinnhaftigkeit des Lebens geht mehr und mehr verloren, eigene Ideen werden per se nicht als wertvoll erachtet und in Partnerschaften kann echte Nähe kaum ausgehalten werden bzw ist allein sein nicht erträglich.  Auch Kraft geht dabei zusehends verloren. Denn was unterdrückt wird,  wird stärker. Und um es unten zu halten verbrauchen wir Lebenskraft. Je mehr diese Dinge also ans Licht drängen, desto mehr Kraft wird benötigt sie zu unterdrücken. Das Leben möchte nämlich dass diese Irrtümer geklärt werden, darum bringt es einen vermehrt in Situationen wo diese Gefühle auftauchen können. Bei Aufrechterhaltung der Abwehr wird das Gehirn immer aktiver, die Bilder immer unrealistischer und bald fühlt man sich schon angegriffen wenn irgendein Passant nur unfreundlich guckt.
Der Kampf nicht angegriffen zu werden oder um die Anerkennung der Menschen vollzieht sich auf allen Ebenen des Lebens und bestimmt weitgehend die Regeln des Zusammenlebens. So kann man auch besser verstehen wieso die Gier so weit reicht das auch Millonen sie nicht befriedigen: innere Wertlosigkeit wird versucht durch äußere Dinge zu kompensieren und da das niemals klappt, die Angst vor den Gefühlen aber kein Stellen zuläßt, wird immer der gleiche Mechanismus bedient der für immer kürzere Zeit eine kleine Entlastung bringt.

Was ist nun die Lösung dieses Dilemmas:
Der eigentliche Schmerz wird ja erzeugt von einem Bild, einem Gedanken, hat also an sich keine eigene Wirklichkeit. Es gibt aber so etwas wie ein inneres Wissen um die Dinge, sobald wir im Kontakt mit dem Urgrund und der daraus geschaffenen echten Welt sind. Alles was nicht wahr ist löst sich im Kontakt mit dieser Wirklichkeit auf und das Echte wird innerlich zugänglich (also nicht nur theoretisch gewußt sondern innerlich erlebt, so sicher wie man sagen kann, das man auf seinem Hintern sitzt.)
Indem man Sich also dem gedachten stellt,  es innerlich erlebet, spürt, löst sich das falsche selbtbild auf und das Wesen wird wieder spürbar: Spürt man innerlich die Gefühle und Empfindungen die Ablehnung und der Gedanke „Ich bin nicht liebenswert“ auslösen, kommt irgendwann das innere Wissen das das nicht stimmt und der ureigene Wert wird wieder erlebbar. Ablehnung wird dann nicht mehr als schlimm empfunden, bzw man sieht in dem Verhalten erst gar keine Ablehnung.  
Somit wird jeder Angriff zu einer Chance den Kontakt mit seinem Wert wieder herzustellen.
Dieses zu  Erleben, die Kämpfe um Liebe zu beenden  und das Wesenhafte zurück in sein Leben zu bringen, darum dreht sich die Arbeit in den Kursen und hier im Buch.

 

Der erste Schritt – Einheit, die Welt als Spiegel zur Selbst - Erkenntnis
Exkursion: Der Sinn und die Frage nach dem Warum?
Vieles im Leben dreht sich darum dem Leben Sinn abzuringen und zu wissen wofür bin ich da, welchen Zweck erfülle ich hier. Arbeit wird unter diesem Gesichtspunkt gesucht oder in zahlreichen Ehrenämtern Erfüllung gesucht. Aus einer gelernten oder verstandesmäßigen Perspektive kann es darauf keine Antwort geben: was sollte auch der Sinn per se sein. Beantworten läßt sich die Frage aus einer bestimmten Perspektive sehr einfach – aus der Erfahrung. Den was man erfährt kann man begreifen und damit auch beschreiben. Immer wenn ich in Kontakt mit dem Seinsgrund bin, er selbst bin, erfahre ich:
Sinn kann man nicht suchen, Sinn kann man nur sein.
In dem Moment wo ich nach Sinn suche, bin ich es nicht mehr, denn das Suchen ist der Schritt aus dem Sein und damit aus allen seinen Qualitäten wie eben Sinn, Wert,  Freude usw. Bin ich vollständig hier (und was das bedeutet  wird im Laufe der Kapitel klarer), wach und in Kontakt mit der jetzt vorhandenen Realität, dann ist das Sinn, ist Sinnsuche abwesend. Aus diesem geheimnisvollen Grund der Existenz wird dann Wissen geboren was zu tun oder der nächste Schritt ist. Das wiederum kann für jeden etwas völlig verschiedenes sein (von das Leben genießen bis eine Partei gründen). Es geht also nicht um das was sondern woraus es geboren ist-dem Mangel des so nicht genug seins oder der Fülle des geborgen seins und der Freude sich zu verschenken. Das beantwortet auch ein gängiges Mißverständnis der spirituellen Szene: Es ist nur in dem Sinne egal was Du tust, das es alles sein kann, nicht weil es nicht von Bedeutung ist, was speziell Deine Wünsche sind. Denn Wünsche sind Teil der wunderbaren Entfalltung Gottes, wenn sie aus der Annahme Deiner Selbst geboren sind und nicht um das Sinn-Loch zu stopfen. Und das weltliche ist auch nicht verwerflich solange es aus der Fülle der inneren Verwirklichung geboren wird. Wenn der eigene Beruf nur die Anstrengung spiegelt Papas Liebe zu bekommen und die damit einhergehenden Schuldzuweisungen ein Selbst-bestimmtes Leben verhindern ist kein Beruf erfüllend. Geht der Beruf aus der unergründlichen Tiefe des Seins hervor, ist der Wusch Grundlos vorhanden, wird er nicht nur auf allen Ebenen unterstützt, sondern biete auch echte Erfüllung da er das Leben selbst spiegelt und ist.

Der erste Schritt auf diesem Weg
Im Wesentlichen geht es zuerst darum einige Grundsätze anzuwenden, anhand derer zu sehen ist welche Dinge und hauptsächlich vom Leben abhalten, und dann zulernen mit welcher inneren Einstellung man diesen Dingen begegnet, damit ein neuer Kontakt mit der inneren Schatzkammer geschehen kann.
Die wichtigsten Grundsätze:
Grundzüge des inneren Weges, die eine Neuwerdung und Rückanbindung an die Einheit begleiten
Identifikation des Problem, der Frage, des Gefühls:

Begegnung mit der inneren Bewegung (sozusagen die Begegnung des Menschen mit seinen Bildern und daraus resultierenden Gefühlen mit  dem Urgrund des Lebens.

Auflösung, eingehen in die Leere.
Neubildung, -werdung  Füllung des inneren Raumes mit genau der Qualität die benötigt wird.
    
Verurteilung
Der Verurteiler ist ein Mittel den wir innerlich einsetzten um die inneren Anteile wegzumachen, von denen wir glauben das sie dazu führen das wir abgelehnt, wertlos etc sind. Das Gefühl das entsteht wenn wir diese Verurteilung spüren ist dann z.B. klein sein. Genau das gleiche spürt aber auch der Verurteiler, nur das er damit so umgeht, das er auf jedes klein sein draufhaut. Indem wir also das klein sein ablehnen erzeugen wir zwangsläufig einen Verurteiler der uns mit seinen Urteilen niedermacht und eine Eigendynamik entwickelt. In Kern, kehren wir zu den Empfindungen zurück, fühlt im Mitgefühl jeder Teil das gleiche. Mitgefühl und damit verantwortliches Leben, ist das einzige Ende der Verurteiler-Reihe die uns sonst endlos in ihrem Bann hält. (Beispiel Aufstellung um die Teile und die Hoffnungslosigkeit zu zeigen so Liebe zu kriegen).  Da wir dann vom anderen auch erwarten das er uns dafür ablehnt (meistens unbewußt) öffnen wir uns ihm nicht ganz sondern fordern seine Liebe und erwarten Ablehnung gegen die wir dann kämpfen. Öffnen wir dagegen unser Mitgefühl für unseren Fehler oder scheinbaren Mangel, verschwindet die Wand zwischen den Partnern und echte Vergebung und Nähe ist wieder möglich. Außerdem sehe ich auch jetzt erst realistisch den Partner in seinen Reaktionen.
Sorgen

Sorgen entstehen immer wieder und können uns vom Leben abhalten. Leben kann nur entstehen wenn wir aus der Erfahrung das: Die Dinge perfekt geregelt sind, Gott sowieso uns das gibt was wir uns wünschen, Wunder in dieser Hinsicht selbstverständlich sind und alles was wir wissen müssen aus der Leere immer wieder neu entsteht. Dann können wir verschwinden uns fallen lassen in den Reichtum des einfach so seins, vollständige Hinwendung an die Dinge die jetzt und hier zur Fülle des Augenblicks werden können, wenn wir sie lassen. Diese Fähigkeit entsteht ev aus der Erfahrung, das all unsere Sorgen die wir fühlend anvertrauen in erfahrbarem Frieden getragen und gelöst sind.

Die (p)Paar Probleme

Ein Beispiel für eine Dynamik zweier Menschen. Beide kämpfen miteinander den anderen zu verändern. Eigentlich sind sie aber füreinander der Auslöser dieses Schmerzes, der den jeweils anderen zu sich bringen würde. Beide befinden sich also sozusagen in einer Blase ihrer virtuellen Welt. Frau: fühlt sich nicht gesehen. Daraus folgert sie. Wenn ich nicht gesehen werde bin ich wertlos. Sie erfindet also eine Identität die heißt: ich bin wertlos. Die Lösung scheint zu sein den Mann dazu zu bringen sie zu sehen, weil dann der Schmerz über diese verrückte Idee nicht aktiviert wird. (Echte Idee: Nicht gesehen werden weil ich gar nicht existiere: das Ich kann gar nicht gesehen werden, dann ist das Nichts wieder da, die eigentliche und echte Identität). Lösung wäre zu empfinden, das sie nicht gesehen wird. Das verbindet sie wieder mit dem eigenen Herzensgrund, der Liebe. Statt einem aussichtslosen Kampf (Du must Dich verändern, damit ich mich nicht ändern muß und lerne was mir gut täte, nämlich meine Wünsche klar und eindeutig zu formulieren und den Mann in seinem so Sein zu sehen) entsteht der Kontakt mit der Wirklichkeit. In diesem Sterben der Kampf- bzw. Scheinrealität entsteht die echte wundersame Individuelle Identität Gottes. In der Blase kann man zudem gar nicht sehen ob der Mann einen sieht oder nicht, weil man eben in einer Blase steckt. Das Leben will ja das dieser Glaube getroffen wird, deswegen wird das Erleben der Verletzung immer mehr angegriffen. Alles wird in diese Richtung interpretiert UND das Leben sorgt wundersam dafür, das der Partner auch tatsächlich vermehrt das tut was die Blase angreift.
Der normale Umgang mit der Blase ist Kampf oder Rückzug. Deswegen kommt jeder Wunsch aus dieser Blase aggressiv oder als Vorwurf. Dieser Angriff wiederum aktiviert den Schmerz des Partners (ich kann nie was richtig machen, es nie recht machen (ich bin nicht liebenswert) der darauf seinerseits mit Angriff oder Rückzug reagiert. In diesem Spiel gibt es keine Erfüllung bzw immer genau das richtige um die Lösung Not- weniger zu machen: das stehenbleiben mit dem Schmerz und die Rückkehr in die Wirklichkeit der Einheit und die Selbstverantwortung.

Was hilft ist die Erkenntnis, das beide das gleiche tun. In Ihrer Unsicherheit ob der andere sie noch liebt, versuchen sie Sicherheit zu bekommen indem sie das Verhalten des anderen beeinflussen.
Lösung gibt es nur wenn sie beide zugeben das sie Angst haben der andere liebt sie nicht mehr und sich damit füreinander und sich selbst öffnen, die Blase platzt und ich sehe wieder was ich bin: Liebe.

 

 

 

 

 

Ein weiterer Ansatz:

 

 

Psychologisch gesehen geht es um den Unterschied Gefühle zu haben und an ihnen zu wachsen, versus von ihnen zu Handlungen getrieben zu werden. 

 
Spirituell bedeutet das den Unterschied in einer falschen Identität zu leben (einem Bild in seinem Kopf - Ich bin…wertlos, schuldig,etc, x darf nicht passieren sonst…,weil y passiert ist, muss man immer aufpassen und die Kontrolle behalten) und sich entsprechend getrieben oder zerrissen zu fühlen. Angst zu haben, leer und ohne innere Heimat, immer nur zufrieden wenn alles so ist wie es den Vorlieben entspricht. Aufgrund der anhaltenden Spannung verschiedene Krankheitsbilder zu entwickeln; oder eben Kontakt zu spüren zu einer inneren real spürbaren Kraft die Klarheit gibt über authentisches Handeln und Leben, friedvolles Empfinden und dem aufgehen im Reichtum des Momentes. Zu spüren das alles Leben aufgehoben ist in einer größeren liebenden Kraft. Zu erleben wie harmonisch alles ineinander fließt und Begegnungen mit Menschen und Fügungen die eigentliche Leichtigkeit und Schönheit des Lebens offenbaren. Der Einheit allen Lebens. Spürbar als Verbindung zu allem. Als lebendiger Raum der alles umfasst was existiert.
 
Lernziel ist also die Verwirklichung des vollen menschlichen Potentials auf der Basis der wunderbaren inneren Führung und fühlbaren Harmonie des Lebens. Das Lösen von der Diktatur des inneren Getriebenseins aufgrund von Mangelgedanken und Ängsten. Damit einhergehend das lösen von psychosomatischen körperlichen und geistigen Schwierigkeiten die aus langanhaltender Spannung resultieren, und den vollen Genuss menschlicher authentischer Beziehungen.
 
Der Mechanismus der Trennung / Rückkehr in die Einheit sieht folgendermaßen aus:
 
Alles was existiert ist eine große Einheit die in nicht zu verstehender Weise miteinander verbunden ist und aufeinander Einfluß hat. Entsteht in einem Teil der Ganzheit die Phantasie das etwas unperfekt ist und dadurch eine innere Spannung die getrieben ist diese „Tatsache“ zu verändern (Das Gefühl etwas tun zu müssen), reagiert die Ganzheit mit einer Verformung der Erlebniswelt, in der Ereignisse entstehen, die den Menschen zu einem Erlebnis (fühlende Präsenz) animiert, damit der Handlungsdruck (der Versuch der Phantasie durch Angriff oder Abwehr/ Rückzug zu entgehen) aufhören kann und in den Gefühlen sich die kranke Phantasie auflösen kann. In dieser Auflösung entsteht wieder der Kontakt zur inneren Essenz und die damit einzig nachhaltige Lösung. Denn Phantasien kann man durch Handlungen natürlich nicht verändern. 
 
Beispiel: Ich habe mal erlebt das ich „verletzt“ wurde, z.B. verlassen von jemandem. Unbewußt denke ich das liegt daran das ich nicht gut genug bin. Jetzt entsteht immer dann wenn die Gefahr besteht verlassen zu werden ein innerer Druck das zu verhindern. Der Teil der denkt das er nicht gut genug ist kämpft (Spannung entsteht und die Realität - das das eben immer möglich ist - wird bekämpft). Kampf bedeutet der Andere wird versucht zu verändern oder zu kontrollieren, oder ich selbst passe mich an um möglichst immer zu gefallen und keine Disharmonie zu erzeugen. Die Realität (das Verlassen möglich ist) bleibt so natürlich immer bedrohlich. In der gelebten Vorstellung gibt es dafür keine Lösung. Niemals sicherer Frieden. Weder bei Nähe (die hört irgendwann wieder auf), noch bei Distanz (die eigene Unsicherheit wird spürbar). Und da der Andere mich ja auch „bedroht“ (er könnte gehen), gibt es oft eine unbewußte Aggression gegen den Partner. Die kann viele Formen annehmen. Wut wenn der sein Leben lebt, den Anderen häßlich finden, Unfähigkeit richtig nah zu sein, etc.
Lösung vom inneren Bild hieße die Manipulationen aufzugeben, der inneren Berührung mit dem Unwert und der Angst zuzulassen, und dadurch den inneren, immer vorhandenen Raum wieder zu spüren, wo das Bild Unwert nicht existiert und Wert eine fühlbare Tatsache ist. Dort kann ich Verantwortung übernehmen für die Gefühle und mich und die Anderen mit Respekt leben lassen.
 
Nochmal ausführlicher zur falschen bzw echten Identität:
 
Echte Persönlichkeit - getriebene Persönlichkeit
 
All die Variationen von Persönlichkeiten (mehr oder weniger zu Nähe hingeneigt, ganz Familienmensch oder Abenteurer, mehr Interesse an diesem oder jenem) gibt es als echte Variation der Liebe aus der alles leben geboren ist, und als falsche. 
 
Falsch bedeutet das der Mensch Unabhängigkeit lebt, obwohl es, wenn er ganz ehrlich ist, eine Sehnsucht nach Nähe gibt. Das er Arzt wird um die Anerkennung des Vaters zu bekommen, nicht weil sein echtes, nicht zu erklärendes Interesse ihn führt. Das er etwas tut weil er etwas fühlt das auf schmerzhaften Gedanken beruht - statt diese Gefühle zu durchleben, sie sich lösen zu lassen und zu lernen diese Gedanken nicht mehr durch Handlungen zu schmerzhaften Gefühlen werden zu lassen. 
 
Echtheit (zB die Klarheit wie nah ich sein möchte, was ich tun will) entsteht immer erst wenn der Schmerz der Phantasie sich gelöst hat. Vorher, in der Phantasiewolke des Schmerzes und dem Druck des „ich muss was tun“, ist weder ein echter Kontakt mit der Realität möglich (ich erlebe und sehe etwas was eventuell gar nicht so passiert ist), noch weiß ich genau was ich will. Das kommt erst nach dem Prozeß und der damit einhergehenden Klarheit und Einheit von Fühlen, Denken und (hoffentlich) Handeln. Bzw manchmal weiß ich „eigentlich“ was ich will, doch das „aber“ ist zu stark das ich es auch ausspreche. Der Angst-Gedanke hält mich noch davon ab zu fühlen und Echtheit zuzulassen. 
Natürlich kann man sich auch gegen seine spürbare Wahrhaftigkeit entscheiden. Dabei geht aber immer auch der Kontakt mit der spürbaren Harmonie verloren. Die beruht ja auf Kontakt mit der tatsächlich vorhandenen „Energie“ in und um uns. Und die ist nur spürbar wenn ich sie nicht verändere. 
 
In komprimierter Form sieht das also so aus: Jeder Widerstand gegen etwas benötigt Spannung und bewirkt einen Rückzug. Die bekämpfte Tatsache wird ausgeschlossen, damit aber eben auch die lebendige Verbindung zur Realität unserer fühlbaren Ganzheit. Das ist die eigentliche Verletzung. Denn jetzt sind da nicht einfach Gefühle mit der Realität in der Geborgenheit des Seins, sondern durch Denken erzeugte Gefühle wie Hass, Einsamkeit, Dumpfheit, Gefühllosigkeit etc. All diese entstehen durch den inneren Kampf mit etwas (einer Idee wie „ich bin falsch“) und der Identifikation mit diesem Kampf. 
 
Ein schon eher fortgeschrittenes Beispiel: 
 
Identifikation mit dem Körper: 
 
Sobald ich mich von der Außenwelt zurückziehe (der Gedanke sagt, das könnte gefährlich sein, es entsteht jemand der was tun muss als "ich muss mich schützen") erlebe ich die Welt nur noch aus der Innenperspektive. Mein Gefühl ist eher eng und abgeschnitten von der Umwelt. Gedanken sind dumpf oder kreisend. Lasse ich diese „Gefahr“ zu, spüre ich wieder die Energie die auch außerhalb des Körpers existiert, eine Lebendigkeit und Kraft, und die Gedanken werden still oder kreativ. Die Welt wirkt freundlich. Das Bewußtsein das ich bin umfasst wieder die Ganzheit und nicht nur den Körper. 
 
 
 
 
 
 Ganz praktisch sieht das in den folgenden Situationen so aus: 
 
Nähe
 
Jemand hat die Phantasie entwickelt das er sowieso wieder verlassen wird, und das das einen Schmerz bedeutet den er nicht aushält. Eventuell auch noch verbunden mit der Idee das das an einem eigenen Mangel liegt (ich bin…zu blöd, nicht liebenswert, Schuld, etc). 
Diese Phantasie treibt in jedesmal wenn Verlust droht an, diese Möglichkeit zu verändern. Das „ich muss was tun“ kann folgender oder ähnliche Formen annehmen:
 
  • indem er so tut als ob ihm das egal ist
  • indem er solche Situationen gar nicht erst riskiert (Rückzug von Umwelt und Beziehungen)
  • Indem er wie wild um Nähe kämpft (Kontrolle der Bezugsperson, klammern, krank werden um den Partner an sich zu binden etc.)
  • Immer der Stärkere sein, also versuchen unabhängig zu bleiben damit der Verlust nicht spürbar wird und der Partner nicht zu nahe kommt
  • starke Einsamkeits-„Gefühle“
  • sich abgeschnitten fühlen von der Welt, graue dumpfe Gefühlswelt
  • ständiges Umgeben mit Menschen und Tätigkeiten damit gar nicht erst Kontakt mit so etwas wie Allein Sein entsteht
  • usw
  • Übermäßige Angst vor Verlust
  • Übermäßige Abgrenzung und Kontrolle
 
Diese Möglichkeiten treten in jeder möglichen Ausprägung, Stärke und Variation auf. Gemein ist ihnen das sie von einer inneren Unruhe begleitet sind, bzw einer emotionalen Kälte oder verstärkten Emotionalität. Einem Grad von dem Gedanken-Gefühl „Ich muss irgendetwas tun“. All das sind Extreme, die durch die innere Anstrengung entstehen zu Vermeiden. Natürliche Gefühle sind anders, und führen immer zu wahrhaftiger Harmonie, innerem Halt sowie Liebe und Mitgefühl (die wahrhaftige, spürbare Variante. Sie beruht auf die Anwesenheit von Essenz, die in Harmonie mit der Ganzheit die Konsequenzen, Handlungen und Gefühle jedesmal neu tatsächlich formt. Im Gegensatz zu gelernten Bildern was Mitgefühl und Liebe sein sollten und was wir fühlen und tun müssten).
 
Die Lösung vom Extrem (und damit der Befürchtung/Angst), ist also die fühlende Berührung mit dem Gedanken der behauptet ich werde sowieso verlassen. Ich lasse die Möglichkeit zu statt sie argumentativ zu verändern durch „wird schon gutgehen“ Beruhigung oder „das darf auf gar keinen Fall“ Panik. 
 
Der Ort im Körper wo das Gefühl entsteht wenn der Gedanke frei gelassen wird darf sich endlich entspannen, das Gefühl leben lassen, und damit frei werden von dem dauerten getrieben sein nach Veränderung. 
Ganz natürlich verändert sich das Gefühl dann und kehrt zurück zur natürlichen Harmonie. Einer Klarheit des eigenen Wertes, einer Offenheit für die möglichen Realitäten und dem Mut seine Bedürfnisse zu äußern, zu leben, und der Kraft das Befürchtete aushalten zu können. Damit kann Respekt für die Andersartigkeit des Anderen entstehen und ich kann jemanden finden der wirklich zu mir paßt ohne das ich ihn dazu manipulieren muss und eine echte Freiheit UND Nähe leben. 
 
Um das einmal für einen konkreten Fall zu beschreiben ein Beispiel (natürlich sind Namen geändert):
 
Martin lebt in Beziehung. Immer wieder begegnet ihm in intimer Nähe folgendes Szenario: Er findet den Po seiner Partnerin zu dick, schämt sich dafür und ist bemüht sie das auf keinen Fall merken zu lassen. Er will sie nicht verletzen. Das führt dazu das er sich innerlich zurückzieht (wenn etwas nicht vollkommen innerlich sein darf führt das IMMER zu Spannung und damit Rückzug. Egal zu welchem Grad). 
Dieser Rückzug führt zu einer inneren Distanz, die Gedanken und der Druck das sie das merkt werden immer stärker. Dadurch kommt es zu Errektionsproblemen. Das führt dann wieder zu Scham und so geht der Teufelskreis immer weiter.
 
EIGENTLICH geht es darum das Martin Angst hat Verlassen zu werden (früher Tod des Vaters). Diese Angst ist vermischt mit der Erfahrung der Mutter nicht genügt zu haben (emotionale Vernachlässigung) und der Phantasie das das an ihm liegt (Schuld-Phantasie). Diese (unbewußte) Phantasie (ich werde sowieso wieder verlassen und ich bin Schuld daran) erzeugt unbewußt Wut auf diese Situation und Trauer als echte menschliche Berührung mit diesem Schicksal. Das wird aber verdrängt, und kommt dann in der Form von abwertenden Gedanken in das Bewußtsein (meine Freundin ist zu dick, häßlich, etc.) 
Die Lösung des Lassens sah dann so aus: 
Martin wurde sich der Wut in den Gedanken bewußt, indem er sie zuließ und aufhörte sich dafür zu verurteilen. In dieser Bewusstheit und dem Zulassen des entsprechenden Ausdrucks kam dann auch wieder die natürliche Trauer an die Oberfläche. Die Trauer ist natürlich weil es möglich ist das er wieder verlassen wird UND verarbeitet die Phantasie das er Schuld daran ist. Diese Phantasie löst sich darin auf und er konnte die tatsächliche Liebe der Essenz seiner Selbst wieder spüren. Hier verschwand die Abwertung und Nähe und Liebe zur Partnerin war einfach so da. (Auch wenn der Po tatsächlich dicker ist als Andere im Vergleich führte das nicht mehr zu Ablehnung - in anderen Fällen verändert sich auch die tatsächlich Wahrnehmung wieder zur Realität. Bei Magersucht sieht man das im Negativ-Beispiel). 
 
Entscheidungen
 
Entscheidungen entstehen aufgrund der nicht zu begründenden Individualität des Menschen und seines Kontaktes mit der wahrhaftigen inneren Führung und seinem Platz in der Ganzheit des Lebens (ich weiß das ich etwas möchte ohne es begründen zu können und müssen - nicht weil es unbewußt ist und ich den Kampf nicht mitkriege).
 
Gestört wird der Kontakt z.B. durch 
 
-das steht mir nicht zu 
-das kann ich Andern nicht zumuten
-wenn ich so entscheide könnte ich eine Fehler machen (Fehler kann für jemanden  bedeuten „Schwäche" offenbaren oder auch „Schuld“ sein - Schwäche ist natürlich eigentlich Berührbarkeit für die Realität und damit der Möglichkeit an den Gefühlen zu wachsen und Schuld ist schlicht die Kraft der Verantwortung für seine Entscheidungen basierend auf der natürlichen Unschuld der Individualität des Lebens und dem nicht mit dem Verstand nachzuvollziehenden Lebensplan des liebenden Mysteriums)
 
In dem Moment wo das unbegründbare Wissen also eine Entscheidung offenbart, (ich möchte Sport studieren), kommt die Angst der Gedanken (ich könnte eine Fehler machen) und erzeugt eine inneren Hin und Her von Begründungen für „Richtig" und „Falsch“ in dem nur noch der Konflikt spürbar ist und nicht mehr das „Eigentlich möchte ich“. Da jede Möglichkeit dieses Risiko beinhaltet gibt es natürlich auch keine echte Lösung (außer dem Unbegründbaren zu folgen und wieder zu erleben das darin der einzig mögliche Frieden und die harmonischste Lösung liegt).
Der Konflikt kann dann soweit führen das gar keine Entscheidung getroffen wird, oder die die den Erwartungen derer entspricht die sich „sicher“ sind (bis hin zum Burnout oder der Verweigerung jeglicher Leistung bzw ständiger ängstlicher Rückversicherung bei Anderen).
 
Die Lösung liegt in der Bewusstwerdung der eigentliche Angst und dem Zulassen der Möglichkeit, der damit einhergehenden Gedanken, Erinnerungen und Gefühle. In diesem Lassen harmonisiert sich das Chaos, und die ursprüngliche Unschuld und das umbegründbare Interesse werden wieder zugänglich.  
 
Spiritualität
 
Ist die Natur des Menschen. Jeder Mensch, sowie alles Leben, ist eine Schöpfung des mysteriösen Ursprung des Lebens. Gott. 
Genauso wie er gemeint ist. Die beschriebenen Eigenveränderung der Natürlichkeit durch Gedanken sind sozusagen die Vertreibung aus dem Paradies, das trotzdem immer da ist. Die Phantasie erzeugt nur eine „realistische Traumwelt“ in der die Harmonie der Natur des Seins im Denken und den Konsequenzen daraus verloren geht. 
Alles ohne Bewertendes, Vorstellungsgetriebenes Denken ist also der Ursprung. Spiritualität. Von göttlicher Kraft geschaffenes Mysterium. 
Die Zweifel und die von Eigenaktivität gesteuerte Trennung sorgen für das Leiden und die Phantasie unvollkommen zu sein. Jetzt ist das etwas was sich durch Beendigung der Aktivität tatsächlich ändert. Ich realisiere die Vollkommenheit meines Seins wieder. Dazu ist meistens ganze Menge Einsatz und Zeit notwendig. Nicht für die einmalige Realisierung, sondern für die Ausrichtung des Lebens nach diese Erkenntnissen und der Integration
 der unbewußten Aktivitäten, die mich wieder aus der realisierten Einheit ziehen. Je weniger ich aktiv sein kann, desto mehr, länger und kontinuierlicher bleibt das umzerrissene, von allein existierende Bewußtsein mein Leben. Die Welt wird nicht durch das Denken weggerückt sondern direkt erfahren. Die Ängste das das nicht reicht weniger und öfter einfach lebendige Stille. Alles kommt zur Zeit wo es gebraucht wird. 
Fähigkeiten die der Natur des Seins entsprechen und aus der Verbundenheit mit der Quelle entspringen, können dadurch entstehen, sind aber keine Bedingung für die Realisierung wie sehr der individuelle Mensch in der Liebe der Quelle ruht. 
Denn schnell kann das Denken aus der noch nicht vollständigen Realisation oder seiner Vorstellung von spirituellem Leben (IMMER liebevoll und verständnisvoll und ohne Grenzen z.B. - statt in seinem Grenzen setzten in Klarheit mit der Liebe verbunden)
wieder einen Mangel und Verurteilung produzieren. Liebe ist jederzeit und an jedem Punkt. Hier kann zugelassen werden. Nur so kann Lernen stattfinden. Eigenmächtige Verurteilung oder Entschuldigung führt nur dazu das es so weitergeht wie vorher. Denn gegen Verurteilung entsteht ein neuer Teil der sich gegen die Verurteilung wehrt und so bleiben will wie er ist. Ein schizophrenes Spiel im Ruf nach der einzig existierenden Lieb die heilt und verändert. 
 
Gefühle
 
Gefühle kann man unterscheiden in erzeugte und natürliche. Erzeugte entstehen daraus, das man eine Tatsache, einen Gedanken oder ein Gefühl bekämpft. Also innerlich Spannung aufbaut und gegen eine natürlich entstehende Empfindung ankämpft. Dieser Kampf bewirkt, das die ursprüngliche, natürliche Äußerung nicht mehr als wertvoll anerkannt, oder nicht mehr der bewußten Wahrnehmung zugänglich ist. Zusätzlich erzeugt es Druck, Erregung und Anspannung, die aus dem Kampf gegen das Bedrohliche entsteht. Solche Gefühle werden dann als Machtlosigkeit, Schwäche, oder ähnliches Beschrieben. Also Tatsachen die an sich nicht unbedingt schlimm sein müssen (das ich manches nicht kann oder nicht beeinflussen kann ist Fakt, das es auf lange Zeit Spannung und Gedankenkreisen sowie defizitäre Leere erzeugt, liegt eher an den damit einhergehenden bewertenden Gedanken „wenn das so ist bin ich wertlos, nicht liebenswert…“ und den damit kämpfenden Gegenkräften. Eine natürliche Berührung damit wäre eine Zeit der Trauer, ein „Schade“. Diese würde sich ändern und wieder Neuem Platz machen. Nur Gefühle die unterdrückt werden bleiben unverändert. 
Gedanken wie „ich bin nicht liebenswert“, sind aber ja Erfindungen. Es gibt per se nichts was nicht liebenswert wäre. Liebe ist ein Merkmal des Bewusstseins das jeder Mensch hat, also ein Geburtsrecht. Es geht nie weg, verschwindet nur unter der Spannung der erlernten Kämpfe gegen unsere angebliche Mangelhaftigkeit und dem Versuch das Außen dazu zu bringen uns dieses Gefühl zu geben, oder so zu tun als würde uns Liebe egal sein und weder Nähe noch Ablehnung uns berühren. 
 
Aber Trauer und Freude sind Gefühle die sich GLEICHZEITIG in einem offenen und gelassenen Bewusstsein bewegen, sich verändern und wieder zu fühlbarem Mitgefühl und Liebe werden, wenn wir uns nicht vom „was dagegen tun müssen“ dazu verleiten lassen 
 
 
 
 
 
Ein Beispiel. 
 
Eine Ablehnung von außen wird mit dem Gedanken „Ablehnung - Bedrohung (Ich bin irgendwie falsch) eingeordnet (meistens unbewußt - wenn der Gedanke bewußt wird kann er vom Bewusstsein ohne Verengung gesehen werden und führt zu keinerlei Spannungsgefühlen).
Diese Gedanken werden bekämpft weil sie als bedrohlich empfunden werden, und weil sie mit Erinnerungen verbunden sind, die diese Gedanken scheinbar bestätigen. Darum sucht der Verstand nach einer Lösung (Unruhe und ein Gefühl was tun zu müssen). Wird aus dieser Unruhe gehandelt (der andere versucht zu beeindrucken oder innerer Rückzug praktiziert) verstärkt sich der Streß. Bei Erfolg beruhigt sich das Ganze, kommt aber meistens nicht ganz zur Ruhe, denn es kann ja wieder passieren. 
 
In jedem der tatsächlich vorhandenen Gefühle im Körper zu jeder Zeit dieses Ablaufes, steckt jede Information die gebraucht wird um die Verantwortung für den lieblosen Gedanken (ích bin falsch) zu übernehmen und die damit einhergehenden Gefühle sich lösen zu lassen, anstatt den Anderen zu manipulieren. Denn ein Bewußtseinsraum beruhigt sich immer, wenn der zugrunde liegende Kampf beendet wird, und der Gedanke und die einhergehenden Gefühle der Wertlosigkeit lösen sich auf. Nach einer Weile fühlt sich dann auch die Möglichkeit der Ablehnung nicht mehr bedrohlich an. Eine wirkliche Lösung die unabhängig ist von der Handlungsweise der Anderen. 
 
Natürliche Gefühle sind immer von Lebendigkeit, und einer spürbaren Gelassenheit, sowie dem Nachlassen von Anstrengung begleitet. 
 
 
Ziel ist es also Entscheidungen und Handlungen an den natürlichen Gefühlen und Gedanken auszurichten. 
 
 
Sehen wir uns die die Ziele dieses Kurses also mal im Sinne dieser Gesetzmäßigkeiten an. Was sind Selbstermächtigung, Selbstentfaltung, Gelassenheit, Hier und jetzt, und die Fähigkeit dem inneren Kompass zu folgen, anstatt von seinen Bedürfnissen und Neigungen hin und her geworfen zu werden. Wie funktioniert das also:
 
Selbstermächtigung bedeutet, das ich bewußt wahrnehme was ich eigentlich meine und möchte, und danach handeln und mich äußern kann.
 
Bei erzeugten Gefühlen ist es aber so: Da ich es z.B. nicht aushalte Einsamkeit zu erleben, fühlt sich ein Wechsel in eine andere Stadt für eine tollen Beruf (den ich EIGENTLICH möchte) plötzlich bedrohlich an und ich DENKE das ich das nicht will oder bin zumindest innerlich zerrissen. 
 
Selbstermächtigung bedeutet also ein starkes, gelassenes Bewusstsein, in dem sich die Gedanken und Gefühle der Einsamkeit und der damit verbundenen Erfahrungen bewegen können, ohne das der eigentlich Wunsch in Frage gestellt oder sogar unbewußt wird. Ich kann sozusagen die Aufregung der Angst spüren und sie mitnehmen dahin gehen wo ich hin möchte.
 
Lassen wir Inneres (Gefühle, Gedanken, etc.) so fließen wie sie es natürlicher wiese tun, beenden den inneren Kampf gegen uns (immer uns, warum werden wir noch sehen im Laufe des Kurses), hören auch die Spannungen auf die das verursacht, und der natürliche Bewusstsein wird wieder spürbar - Leichtigkeit, gelassene Freude, und ähnliches. Je mehr wir das eigentliche leben, desto mehr ist das Leben von einem tatsächlichen Gefühl von Fluss, Leichtigkeit und Lebendigkeit begleitet. 
 
Selbstentfaltung ist also die spürbare Ausweitung innerer Weite und seelischer Lebendigkeit, sowie die zunehmende Leichtigkeit im Leben, weil ich die Grundlosigkeit und Einzigartigkeit meiner Eigenarten anerkenne und sie dort lebe wo sie gebraucht und gewollt werden. 
 
Gelassenheit: Oft genug kämpfen wir gegen Dinge die unvermeidbar und real sind: Das Menschen gehen oder anders sind als wir wollen. Das wir Gefühle haben die scheinbar oder wirklich nicht schön sind, das wir Fehler machen, und so weiter.
 
Gelassenheit ist genau das wonach es klingt. Ich lasse etwas los, was ich gegen das Leben unternehme und was mit inneren Spannungen verbunden ist. Statt dessen lasse ich zu was offensichtlich real ist und lasse eine Berührung damit zu. Ergebnis ist ein inneres Gefühl von Ruhe und Unzerrissenheit. 
 
 
Fragen die zur Lösung führen: 
 
 
*Was ist die Realität der Situation 
 
*Wo und was fühle ich tatsächlich als Berührung mit der Realität
 
*Wie formt mich diese Kraft wenn ich nachgebe (welche Richtung hat sie, welcher Ausdruck entsteht - was möchte ich ehrlich sagen, welches Gefühl möchte ich leben dürfen, was muss ich riskieren wenn ich leben will)
 
*Was ist als Handlung und Anerkennung (Y versteht mich tatsächlich nicht,  X geht es wirklich nicht gut, ich habe das echt vergessen, ich kann das gerade wirklich nicht, etc.)  notwendig um mit Gelassenheit und Mitgefühl zu leben.
 
Mitgefühl/Liebe
Eigentlich sind wir wenn wir aus dem innersten Handeln Mitgefühl. Wenn das große Ganze uns ganz lenkt, manifestiert sich das individuelle Verhalten und die Wünsche und Richtungen, die für das große Ganze (also jeden Menschen) am Besten sind. Ist der Mensch innerlich eins, bewußt und unbewußt unzerrissen, dann empfindet er Mitgefühl. Was aber nicht heisst, das sein Handeln dem entspricht was wir uns unter Mitgefühl vorstellen. Wenn jemand aus Schmerz beginnt zu hassen und er sich damit verläßt, bedeutet es wesentlich mehr Mitgefühl ihn darin zu stoppen, als das Verhalten mit „mitfühlenden„ Verständniserklärungen zu entschuldigen. Mitgefühl entsteht aus dem ehrlichen Kontakt mit sich selbst und der Umgegenden Realität. Die Geschehnisse lösen Berührungen in uns aus, die, unverändert, die Kräfte in uns wachrufen, die mitfühlendes Fühlen und Handeln manifestieren. 
 
Als Ganzheit sieht man den eigentlichen Schmerz dessen der angreift, der Angriff selber wirkt nicht mehr verletzend, höchstens schade und traurig. Da ich unverkrampft bin und nicht mit meinen Wiederständen kämpfe, kann ich mich gelassen verteidigen wenn es nötig ist und frei entscheiden wie ich den Kontakt weiter gestalten möchte ohne damit weiter innerlich beschäftigt zu sein. Ohne kalt oder verletzt zu sein, wie es in der Identifikation geschieht. 
 
Identifikation sieht so aus: Ich wurde zB nie gesehen von meinen Eltern. Darum hat sic die Idee entwickelt ich bin es nicht wert. Den Schmerz der Lösung verhindere ich durch Beschäftigung der Hass erzeugt. Auch der darf nicht frei fließen. Wenn man ehrlich schaut, wird man immer etwas finden das ihn rechtfertigt oder sich damit unwohl fühlt. Zugelassen mit Bewußtsein, wandelt sich die Kraft des Hasses schnell in die Traurigkeit des Gedankens „ich bin es nicht wert“, und dann in die Lösung, das Spüren der eigentlichen Identität, und damit Leichtigkeit, Mitgefühl und das Wissen in Ordnung zu sein. Die Eltern können einfach so gesehen werden wie sie sind und diese Lösung von der Beschäftigung mit ihnen, der Vergangenheit, macht Platz für die Freiheit seinen Wert zu spüren und leben zu können. 
 
Krankheit
Druck
sich wiederholende Muster an Lebensumständen
Erfolg
Angst
Angst ist der Versuch Verletzlichkeit zu verhindern.
Diese „Verletzlichkeit“ wie das der Verstand oft negativ bewertet, ist die natürliche Berührbarkeit für alles und jeden, die Verbundenheit mit allem lebendigen. Die Welt ist uns nicht egal, sondern berührt uns, so oder so. Freude und Traurigkeit läßt uns lebendig und mitfühlend bleiben. Und klar für das was ich möchte. Auch wenn es weh tut. Das beinhaltet dann auch Mitgefühl für den anderen, ohne ihm seine Verantwortung abzunehmen. Für sich und seine Gefühle. Diese Balance kann nur Natürlichkeit. Das Sein. Jede Verstandes-Imitation in ein Extrem ist anstrengend.
 
 
Angst meint im allgemeinen, die Vorstellung von etwas unangenehmen was passieren könnte und der damit verbundenen Aufregung oder Dumpfheit. Je nachdem wie bewußt oder unbewußt die Angst ist.
Unbewußt ist zum Beispiel oft die Angst zu scheitern. Sie wird eher als Unlust oder Weigerung erlebt etwas zu tun. Oder auch als Streß beim Arbeiten. 
 
Angst ist also der Versuch des Verstandes etwas gegen ein Ereignis zu tun. Oft existieren Verknüpfungen mit Erinnerungen aus entsprechenden Situationen. Einmalige Ereignisse oder oft wiederholte Erfahrungen.  
 
Sie gibt es in vielfältiger Form. Die Angst abgelehnt zu werden, etwas falsch zu machen, zu verlieren, Existenzangst, etc. 
Konkreter auch die Form verletzt zu werden während Z.B. einer Sportart. 
Um die Befürchtung zu verhindern verkrampft der Körper und die Gedanken kreisen darum. 
Das Ergebnis im Verhalten ist Vermeidung, Abfall der Leistung, Nervosität, Rückzug aus der Situation, Wut auf die Auslöser, sowie in den stärkeren Formen Panikattacken (also die existentielle Angst etwas verhindern zu müssen und die entsprechende Reaktion). 
 
Die Angst kann sich auch mit etwas anderem verknüpfen, das an den Auslöser erinnert oder dessen „Energie“ hat. Angst vor Kontrollverlust erleben Menschen dann als Angst vor Spinnen oder ähnlichem. 
 
Ängste können sehr quälend sein, und die Folgen unangenehm. Dauerhafte Spannungen wie bei Existenzangst Z.B. : Durch das ständige Gedankenkreisen Schlafstörungen und Konzentrationsmängel. Lang anhaltende Spannungen drücken auf die Nerven und können die Versorgung des Körpers mit Blut und die Nervenleitung stören. Die Reibung in der Bewegung erhöht sich und die einzelnen Körperteile arbeiten nicht mehr zusammen. Damit ist die Bewegung anstrengender. Folgen können Taubheitsgefühle, Kopf- Nacken- und Rückenschmerzen, einschlafende Gliedmaßen und eine Abnahme der Leistungsfähigkeit der Organe sein. 
 
Angst ist also KEIN Gefühl, sondern das Ergebnis der Verhinderung von dem natürlichen Gefühl der Berührung mit der Realität. Außen und in mir. 
 
Wie löse ich nun diesen Teufelskreis aus Gedanken und Anspannung?
 
Erst einmal lokalisiere ich die Spannungs- oder Angstgefühle im Körper. Dort lege ich die Aufmerksamkeit hin, erkunde Form und Gefühl, und die Art der Gedanken. Oft nehme ich dann schon wahr, worum die Gedanken kreisen. Für was sie eine Lösung suchen. 
 
Beispielsweise 
 
Ich nehme einen Konflikt war. Jemand hat etwas getan was mir nicht gefällt. Jetzt zieht sich mein Herz zusammen und klopft doll. Die Gedanken sagen so etwas wie „ ach ist doch egal“, oder „die ist eben blöd“. Der Verstand kreist um Gedanken der Distanzierung und des Angriffs. Die bleibt noch sehr lange wenn ich dem folge. Weil das  ja nicht das ist was eigentlich ist. 
Also die Tatsache das dieser jemand etwas getan hat und ich das ansprechen möchte um zu erfahren was nötig ist um ein Verhalten miteinander zu finden das beide respektiert. Diese Realität (das hat er tatsächlich getan und das möchte ich wirklich ansprechen und das ist wirklich sehr aufregend für mich) ist die Einzige die das Kreisen beendet und Raum schafft. Erleichterung und Fluß. 
 
Das wovor ich Angst habe, riskiere ich also (ja, es kann sein das…ich sterbe, nicht geliebt werde etc). Die Empfindungen lasse ich dabei einfach genauso so wie sie sind und lasse sie mir erzählen was ansteht, ich ansprechen will oder  und helfen mir dem anderen zuzuhören, zu lassen und Konsequenzen aus dem zu akzeptieren was sich daraus ergibt.
 
In der Aufregung der Berührung kommt auch die Kraft und der Mut zum Natürlichen. 
 
In der Anstrengung bleibt immer das Kreisen oder die Dumpfheit der Unechtheit.
 
  • ich habe einen Job den ich eigentlich nicht will, weil ich Angst habe keinen Erfolg zu haben.
  • ich bleibe bei einem Partner der mich schlecht behandelt, weil ich Angst habe nicht versorgt zu werden
  • ich verlasse Menschen weil ichmich nicht traue Dinge anzusprechen und in dem Rückzug die Liebe verloren geht
  • ich traue mich nicht etwas anzufangen weil ich das Scheitern nicht als Berührung zulasse u.s.w.
 
Das Leben löst Unmöglichkeiten, wenn ich mich in die Berührung mit der Angst fallenlasse. Das ist eine Erfahrung die ich riskieren muss wenn ich das Ergebnis erleben will. Dann gibt es eine durch nichts zu rechtfertigende Sicherheit. Ein inneres Getragensein ohne äußeren Grund, eine spürbare lächelnde Ewigkeit.
 
Schuld/Unschuld
 
 
Letztendlich versuche ich mit den Worten natürlich nur etwas zu beschreiben, was auf eine Erfahrung weißt, die man nur beschreiben aber nicht völlig definieren kann. 
Aber man kann diese Erfahrung wiederholen. Jeder Mensch mit dem ich gearbeitet habe, hat diese Erfahrung in individueller Art und Weise gemacht, kam aber zu dem gleichen inhaltlichem, aus Erfahrung geborenen Ergebnis. 
 
Schuld ist schwer und quälend und besteht aus ständiger Wiederholung im kämpfenden Verstand und führt nur immer wieder dazu das wir ähnlich handeln, bzw uns vom Leben zurückziehen.
 
Unschuld entsteht aus Verarbeitung der Realität im fühlenden Bewußtseinsraum. Daraus entsteht verantwortliches Handeln, schlichtes Neulernen und die Bereitschaft neu zu leben. Mit dem Gelernten. Gefühle, ja, aber sich verändernde und daraus entstehendes Leben und fühlbare, leichte, erleichternde Unschuld. 
 
Beispiel: Ich schmeiße einen Teller runter, der einem Freund gehört.
 
Szenario im Verstand: erster unbewußter Gedanke: Ich bin schuld. Schon etwas bewußter: Scheiße, wie kann man nur so ungeschickt und blöd sein. 
Daraus entstehende Gefühle: enge und Druck, Spannung. Eventuell Kälte und gar kein Gefühl mehr.
die Schuld-Gedanken bekämpfende Reaktionen: 
 
Extremem A, Kampf: Wieso steht die Vase da auch so blöd, stell Dich nicht so an, die ist doch eh hässlich etc. Ist mir doch egal. 
Davon gibt es unendliche Varianten. Bis hin zu den anderen doof finden weil er einen kritisiert und deshalb die Freundschaft beenden. Gefühle eher Kälte, Wut und Spannung. 
 
Extrem B: Oh Gott, das tut mir so leid, ich kaufe Dir 3 neue. Ich bin so ein Arschloch, ich gehe jetzt sofort und kaufe einen Ersatz und ich verstehe total wenn Du mich jetzt nicht mehr magst.
Auch hier gibt es alle Varianten. Gefühle eher Druck, Angst und Trauer.
 
Entscheidend für beide ist, das es keinen wirklich lassenden, fühlenden Kontakt zur Situation, dem Freund und mir selbst gibt. Der innere Kampf mit der Schuld führt zu Angst oder innerer Distanz/Kälte mir und dem Anderen Gegenüber. 
 
Das echte Bewußtsein hingegen interagiert mit der wahren Situation, den eigenen ehrlichen Empfindungen und denen des Freundes. Es muss sich gegen nichts verteidigen, kann angemessen handeln und unser Mitgefühl ausdrücken ohne uns übermäßig anzuklagen. Es kann auch die ev. übermäßige Verurteilung des Freundes sehen ohne darauf mit Härte zu reagieren oder sich zurückziehen zu müssen. Es bietet in Gelassenheit und Berührbarkeit an was es verantwortlich wieder gut machen kann, ohne sich länger damit innerlich zu beschäftigen (das ganze „Warum“ Szenario, das innerliche Anschuldigen, Beklagen, etc). Innerliche kreisende Beschäftigung weist schlicht auf eine nicht abgeschlossene Integration. 
 
Es ist schlicht unmöglich alle Möglichkeiten genau zu erklären, nur soweit das der Verstand zu Extremen neigt, während das Bewußtsein alles umfasst und einheitlich, etwas entstehen läßt was angemessen ist. 
 
Natürlich kann der Verstand das wieder anzweifeln, aber meine Erfahrung zeigt das das immer das beste war für alle Beteiligten. ES ist eben das Ergebnis eines Mysteriums. Einer alles umfassenden Bewusstheit die alles ausmacht und durchdringt was existiert. 
Während der Verstand nur einordnet und Gelerntes anwendet. Und der Kampf nur versucht ohne Sinn und Verstand etwas zu verhindern oder zu bekommen. Dementsprechend sind die Ergebnisse. 
 
 
Wahrheit
 
Wahrheit bedeutet das etwas real existiert und wahrgenommen werden kann. Also Empfindungen die da sind, wenn sie nicht mehr  verändert werden durch Rückzug und Behauptungen und Wiederstände.
 
Bei allen Klienten mit denen ich bisher gearbeitet habe habe sich die Veränderungen so zugetragen und blieben am Ende des Prozesses die folgenden Wahrnehmungen bestehen:
 
Mit jedem Mensch den ich sehe (also das eigentliche hinter den Dingen die er aus dem „ich muss was tun“ sagt und tut), besteht eine Verbindung und eine klare Sicht dafür was eigentlich vor sich geht und auch Mitgefühl dafür. Mitgefühl bedeutet nicht das ich eine rosa Brille in Bezug auf diese Person trage. Ich kann nur in Gelassenheit und Mitgefühl Mich einlassen oder abgrenzen, für Klarheit sorgen ohne die Anstrengung der inneren Beschäftigung damit. Wenn ich also Liebe empfinde für meinen Vater obwohl er mich schlecht behandelt hat, bedeutet das unter Umständen nur das ich mein Bild der Mangelhaftigkeit von mir und der Situation loslassen kann. Es beschäftigt mich nicht mehr. Es ist Frieden mit der Vergangenheit und Freude an mir jetzt. Ob ich Kontakt mit meinem Vater habe oder wie der aussieht, das kann in jedem Anders klar sein. 
 
Anstrengend uns belastend ist ja nur der Kampf gegen die Realität, mich und meinen Vater - mit warum, aber, das kann doch nicht, das liegt bestimmt daran das ich es nicht wert bin, usw. 
Hass bzw Angst und Dumpfheit, sind nur die Folge des Versuches meine Kraft der Abgrenzung nicht zuzulassen, bzw der Berührung mit der Realität der Traurigkeit über Dinge zu entgehen. Was bleibt wenn alles fließen darf ist Frieden, Klarheit und Liebe. Real empfunden.
Sorgen machen bringt nie etwas. Es ist lediglich das Kreisen um etwas was ich nicht wissen kann. Lass ich das los bzw lass ich die Berührung mit der Möglichkeit zu bleibt eine unerklärliche Sicherheit. 
 
Abgeschnitten von allem fühle ich mich nur wenn ich mich von etwas zurückgezogen habe. Lasse ich alles zu und werde mir der Energie bewußt die außerhalb des Körpers spürbar ist und mit allem verbunden ist, bleibt Lebendigkeit und Stille und Verbundenheit.
 
Jede Form von Kommentar und Bewertung macht die Welt grauer und bremst die Freude am Selbstausdruck. Eigentlich ist jede Äußerung, kreativer Ausdruck, Eigenschaft wunderbar und gewollt. Erst durch, das bringt doch nichts, das will ja eh keiner, die sind alle besser (oder ähnliche Vergleiche), ich kann das nicht (eine andere Form des Vergleichs und Wertung), usw, wird die Stimmung trostlos und traurig-dumpf. Man starrt vor sich hin und enthält der Welt was man zu geben hätte. Lasse ich alles fließen was ohne Kommentar eigentlich passieren würde, ist die Welt sehr lebendig, aufregend und bunt. Ich finde die Menschen die das wollen was ich bin und bin gelassen mit denen die etwas anderes wollen. 
 
Die reale Welt ist also frei und lebendig, die kommentierte eng und grau.
 
Berührbarkeit ist die Wirklichkeit. Sie geht einher mit freudiger Stille in der sich alle möglichen Empfindungen bewegen. Depression, Dumpfheit und graue Leere (in Kontrast zu lebendiger Stille und Leere) sind immer die Folge von Rückzug und Kommentierung der Wirklichkeit. 
 
Klarheit
 
Klarheit in Bezug auf Handlung und Entscheidung ist immer das unerklärbare Ergebnis des allumfassenden Bewusstseins. Wenn alles was real fühlbar ist sich dort bewegen darf, entsteht eine eindeutige Klarheit. 
Unsicherheit und Konflikt entsteht aus nicht Beachtung dieser Teile oder Kampf gegen  und Bewertung der eigentlichen Klarheit.
 
Beachte ich die echte Stimme nicht die sagt das das so nicht in Ordnung ist, muss ich hart und kalt werden um das unauthentische trotzdem durchzuziehen. Setze ich auf den Zweifel anstatt die Möglichkeit falsch zu liegen zuzulassen, finde ich keine umzerrissene Klarheit.

 

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© Georg Schroeder